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19.07.2026 by Jelena Dragas
Sie haben viel zu sagen. Aber Ihre Botschaft kommt nicht an?
Public Affairs · Politische Kommunikation · Strategie
Lesezeit: 4 Minuten
Wie Ihre Botschaften in der Politik Wirkung entfalten.
„Wir sagen das seit Jahren. Aber es passiert nichts.“
Diesen Satz höre ich regelmäßig in Gesprächen mit Unternehmen.
Die Botschaft ist klar. Die Fakten stimmen. Die Argumente sind fundiert.
Und trotzdem findet die Botschaft in politischen Debatten keinen Widerhall. Im Gesetzgebungsprozess spielt sie keine Rolle. Wenn über das Thema gesprochen wird, setzen andere die Akzente.
Das liegt nur selten daran, dass die Botschaft schlecht ist.
Nicht der Sender entscheidet, ob eine Botschaft ankommt, sondern der Empfänger.
Dieser Grundsatz gilt für jede Form der Kommunikation. Warum sollte das in der politischen Kommunikation anders sein?
In den vergangenen Jahren habe ich Unternehmen, Verbände und politische Entscheidungsträger auf beiden Seiten des Tisches erlebt. Dabei habe ich immer wieder dasselbe beobachtet: Gute Argumente allein reichen nicht aus. Entscheidend ist, ob eine Botschaft politische Relevanz entfaltet.
Unternehmen investieren viel Zeit in ihre Positionierung. Sie entwickeln starke Argumente, formulieren Kernbotschaften und stimmen diese intern sorgfältig ab.
Das ist richtig.
Doch politische Kommunikation folgt anderen Regeln.
Sie folgt der Logik politischer Entscheidungsprozesse.
Politische Entscheidungsträger fragen nicht zuerst:
„Hat das Unternehmen recht?“
Sie fragen:
„Warum sollten wir uns gerade jetzt mit diesem Thema beschäftigen?“
Hier entscheidet sich, ob aus einer Botschaft politische Wirkung wird.
Gute Botschaften reichen nicht aus
Unternehmen sprechen über steigende Kosten, Fachkräftemangel oder Bürokratie.
Politische Entscheidungsträger sprechen über Wettbewerbsfähigkeit, Versorgungssicherheit, Innovation, Digitalisierung oder den Wirtschaftsstandort.
Oft geht es um dieselbe Herausforderung – nur wird darüber in einer anderen Sprache gesprochen.
Wer politische Wirkung erzielen möchte, muss die Perspektive seines Gegenübers verstehen.
Es reicht nicht, die eigene Botschaft zu schärfen.
Entscheidend ist, sie aus der Perspektive des politischen Empfängers zu entwickeln.
Politische Wirkung entsteht nicht durch Lautstärke
Mehr Daten.
Mehr Argumente.
Mehr Nachdruck.
Das alles macht eine Botschaft nicht automatisch wirksamer.
Politische Aufmerksamkeit entsteht dann, wenn eine Botschaft an bestehende politische Debatten anschließt und einen erkennbaren Beitrag zu einer aktuellen politischen Fragestellung leistet.
Mein Rat
Bevor Sie Ihre nächste Position formulieren, ein Positionspapier verfassen oder eine politische Botschaft entwickeln, beantworten Sie zuerst eine Frage:
Warum sollten sich politische Entscheidungsträgerinnen und Entscheidungsträger gerade jetzt mit diesem Thema beschäftigen?
Nicht aus Sicht Ihres Unternehmens.
Sondern aus Sicht der Politik.
Wenn Sie diese Frage überzeugend beantworten können, erhöhen Sie die Wahrscheinlichkeit, dass Ihr Thema Teil der politischen Debatte wird.
Zum Mitnehmen
Die meisten Unternehmen haben kein Argumentationsproblem. Sie haben ein Übersetzungsproblem.
Gute Public-Affairs-Arbeit beginnt nicht mit besseren Argumenten.
Sie beginnt mit Argumenten, die politische Relevanz schaffen.
Message Sprint
Manchmal braucht es keine neuen Argumente, sondern einen Perspektivwechsel.
Im Message Sprint analysieren wir Ihre Botschaften aus der Perspektive politischer Entscheidungsträger.
Gemeinsam identifizieren wir:
- welche Botschaften überzeugen,
- wo politische Relevanz verloren geht und
- wie Sie Ihre Positionierung so schärfen, dass Ihre Themen dort ankommen, wo sie Wirkung entfalten können.
Nach 90 Minuten verlassen Sie den Sprint mit einer klaren Kernbotschaften, konkreten Handlungsempfehlungen und einer strategischen Grundlage für Ihr nächstes Gespräch mit politischen Entscheidungsträgern, Verbänden und relevanten Stakeholdern.
Sie möchten herausfinden, wie Ihre Botschaften politische Wirkung entfalten können?
Dann lassen Sie uns sprechen.
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